Social Justice und Diversity Training

Von heute an drei Tage bin ich an der Fachhochschule Potsdam zum zweiten Modul meiner Weiterbildung zur Social Justice und Diversity Trainerin.

In diesem diskriminierungkritischen Trainingskonzept geht es um die Möglichkeit, strukturelle Diskriminierung als Zusammenwirken von individuellen, institutionellen und kulturellen Diskriminierungspraxen zu verstehen, Stereotype und eigene Verwobenheiten zu reflektieren und Handlungsoptionen gegen jede Form von Diskriminierung professionell zu entwickeln.

Diese Weiterbildung umfasst neun Module in denen verschiedene Diskriminierungsformen (Klassismus, Rassismus, Antisemitismus, Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Alter, Herkunft, ...) bearbeitet werden.

Als von Diskriminierung Getroffene (Sehbehinderung) interessiert mich diese Thematik ganz besonders. Ich erhoffe mir für meine zukünftige Arbeit wichtige Impulse und Möglichkeiten für praktisches Umsetzen diskriminierungsrelevanter Fragestellungen in meinen Workshops.

 

Fragt die Betroffenen!

Vergangenen Donnerstag war ich auf der Fachtagung Inklusion in Magdeburg.

Für mich ging es auf der Veranstaltung vorrangig um die Frage der persönlichen Haltung zum Thema Inklusion.

Professor Komorek hat es in seinem Impulsvortrag gut zusammengefasst: die Betroffenen, in meinem Fall die Beeinträchtigten und deren Bedarf, ein bestimmtes zu entscheidendes Thema betreffend, sind der Dreh- und Angelpunkt für alle Entscheidungen.

Sie sollten es jedenfalls sein, denn in den meisten Fällen haben Betroffene ganz eigene Vorstellungen, eigene Bedarfe, Ideen von dem, was sie benötigen und können.

Das so zu hören, hat mich eher bestätigt. Oft habe ich im Alltag das Empfinden, das über mich bestimmt wird, und ich damit von den Vorstellungen, Ideen und Möglichkeiten der Anderen , speziell auch zum Thema Blindheit, dominiert werde.

Selten kommt jemand auf die Idee konkret bei mir nachzufragen, wie meine Haltung, mein behinderungsbedingter Bedarf ist.

Ich muß mich stark hörbar machen, um beachtet zu werden.

Manchmal ist das anstrengend und macht mich hart.

Einen Perspektivwechsel, der die Betroffenen in den Fokus rückt, finde ich wirklich notwendig und echt begrüßenswert.

Gerne mehr davon!

 

Nichts Neues zu lesen hier - was ist da los?

In diesem Sommer mache ich viel Hintergrundarbeit, nicht zu sehen, nicht zu lesen, nicht zu hören.

Gemeinsam mit dem Friedenskreis Halle entwickle ich gerade einen Tagesworkshop zum Thema Ableismus. Erstaunt war ich darüber, feststellen zu müssen, dass bei zum Thema Behinderung im Internet zur Verfügung gestellten Videoclips in den meisten Fällen die begleitende Audiodeskription und die sichtbare Übertragung des zu Hörenden in Gebärdensprache fehlen.

Also heißt es selbst tätig werden, denn aus meiner Betroffenheitsperspektive heraus braucht es in allen Fällen die Chance teilhaben zu können, besonders und gerade dann, wenn mit jungen Menschen gearbeitet werden wird.

Der entstehende Workshop wird Schulen rund um und in Halle angeboten, auch dem LehrerInnenkollegium,.

Die Vorarbeit bereitet mir Freude und ich bin schon jetzt auf das erste Mal gespannt.

 

Weiterhin bin ich in einem Spielentwicklungsteam des ATCC-Verbundes. Entstehen wird ein methodischer Rahmen, der zum Inhalt hat, die derzeitige, von viel Ohnmacht gefüllte, gesellschaftliche Lage, zu erfassen und mögliche Wege aus der jetzigen Kriesenlage heraus zu finden.

Auch das wird später ein Angebot für Schulen sein.

In dieser Gruppe bringe ich die Perspektive der Barrierefreiheit mit, denn es wird mit Tabletts, also elektronisch gearbeitet werden.

Mir ist bewußt, dass ich da nur meine eigene Idee diesbezüglich einbringen kann, denn ich bin keine Auskennerin. Meine Hoffnung ist, das es hilfreich sein wird.

… und auch diese Arbeit bereitet mir sehr viel Freude.

Was passiert mit mir? - ein Erfahrungsbericht im Dunklen

A: Um mich her wird es plötzlich dunkel. Mir war klar, dass das passieren würde, denn die blinde Frau hat es angekündigt.Erst gab es ein wenig Info zum Thema und dann hat sie das elektrische Licht ausgeknipst.Und jetzt sitze ich im Dunklen. Der ganze Raum ist dunkel. Ich versuche, die Hand vor meinen Augen zu sehen. Nichts. Dann versuche ich die Anderen, die ja mit mir hier in diesem Raum sind, zu sehen. Auch nichts. Ich kann gar nichts sehen!

Angst: Dunkelheit. Vollständig. Keine Sicherheit. Keine Orientierung. Sind die anderen noch da? Bin ich hier alleine? Ich rede los, muß mich absichern. Muß helfen. Ich muss!

A: Ich rede mit R neben mir. Das tut gut, bin nicht allein. Die blinde Frau mahnt. Wir sollen aufhören zu reden. Ich kann nicht. Noch nie in meinem Leben war ich in so vollständiger Dunkelheit.

Angst: Schon etwas besser. Das Reden hat geholfen. Bin aber immernoch da und auf der Hut. Ich bin wach und bereit zu beschützen. Noch gebe ich nicht auf. Keine Beruhigung in Sicht. Ist ja eh alles so furchtbar dunkel. Aber ich funktioniere auch im Dunklen und bin für dich da.

A: Die blinde Frau sagt uns mit ruhiger Stimme, was wir tun können. Hören, riechen, Hände fühlen. Die kurze Ruhe tut gut. Ich höre, dass die Anderen um mich her wieder unruhig werden. Das macht mich auch unruhig. Das Licht geht wieder an. Was für eine Erleichterung.

Angst: O.k., gut, dann kann ich mich ja zurückziehen. Alles wie immer. Ich bin nicht nötig.

Kleiner Selbsterfahrungsbericht einer Teilnehmerin meines Schnupperworkshops „Eintauchen in die Dunkelheit“. Die Stimme der Angst habe ich ergänzt, denn so wird tatsächlich ein Aspekt meiner Arbeit sichtbar: Wir alle tragen eine machtvolle und manchmal kaum bewältigbare Urangst vor vollständiger Dunkelheit in uns. Die macht zum Beispiel, dass in meinen Seminaren oft, obwohl ich immer um Stille bitte, geredet wird.

Gibt es dann doch den Moment der Stille, ensteht Entspannung und Frieden. Wunderbar.

Assistenz - Hilfe in allen Fällen?

Ich arbeite gern mit einem Assistenten. Das ist ein mir beigestellter Mensch ohne Beeinträchtigung. Jemand, der alles überblickt, alles ohne Barrieren benutzen kann, kurze, visuell geprägte, schnelle Wege gehen kann. Im besten Fall gibt mir das die Hilfe, die ich tatsächlich benötige, hilft mir Orientierung zu erlangen und gibt Sicherheit.

Ich lebe als Blinde in einer vorrangig visuellen orientierten, sehenden Welt. Was aber passiert in meinem Inneren? Unsicherheit.

Ich bin gezwungen immer auf einer Sachebene zu agieren und muß klar anweisen bzw. benennen, welche ausgleichenden Hilfeleistungen ich benötige. Manchmal gelingt mir das gut, manchmal nicht. Schwierig für mich wird es dann, wenn ich realisiere, dass die mir assistierenden Menschen einen Umgang mit mir pflegen, der von ihren eigenen Vorstellungen vom Blindsein geprägt ist. Für viele ist es ein Zeichen, dass ich als Blinde eigentlich gar nichts mehr allein machen kann. Ich sehe ja nichts. Damit werde ich auf die Ebene von unmündigen Kindern herabgestuft. Ein solches Verhalten verletzt mich sehr. Hierbei ist nur mein physisches Unvermögen im Fokus, nicht meine Kompetenzen und Möglichkeiten. Ich kann!

Ich kann auch ohne sehen zu können: alle möglichen Dinge des Alltags, z.B. Kochen, Schneiden, Putzen, mich anziehen, Kleidung wählen, Organisieren, Seminare und Workshops vorbereiten und halten, in Kontakt sein, … . Ich bin eine erwachsene Frau, genau wie tausend andere - mit dem einzigen kleinen Unterschied, dass ich nicht sehen kann.

Wenn ihr Lust habt, mir zu begegnen: auf dieser Website findet ihr die aktuellen Seminarangebote. Ich freu mich schon auf euch!

Das Bild zeigt junge Erwachsene kurz vor ihrem Auslandsjahr auf meinem Workshop "Behinderung -ein Balanceakt" in einer Selbsterfahrungsübung zur Thematik Assistenz.

"Selbstwahrnehmung - Ein Training für Frauen"

Ich freue mich über eine wunderbare Rückmeldung zum letzen Onlinekurs "Selbstwahrnehmung - ein Training für Frauen", die ich gern teilen möchte, natürlich auch in eigener Sache. Eine Teilnehmerin hat mir folgende Zeilen geschickt:

"Der Kurs „Selbstwahrnehmung für Frauen“ bei Anke Dübler war eine tolle Erfahrung!

Ich stolperte ein bisschen wie blind da hinein und war sehr gespannt. Hatte ich schon viele Jahre Selbsterfahrung mit viel körperpsychotherapeutischen Anteilen hinter mir, konnte ich mir nicht vorstellen, wie das bei einem online – Kurs laufen sollte.

Und wie es lief! Klar: als online – Kurs nicht körperorientiert, aber dafür gedanklich und emotional sehr reflektiert in allem, was in mir in Resonanz ging.

Unsere Gruppe war klein, ein großer Vorteil beim wöchentlichen Austausch, da für jeden viel Raum und Zeit zur Verfügung stand.

Anke gab für jede Woche einen bestimmten Aspekt vor (z.B. Sicherheit) und leitete mit Gedanken, Impulsen und Fragen das Thema ein. Anhand dieser Vorüberlegungen konnte ich mich auf mich und das Thema fokussieren und mir meine Notizen dazu machen. Ganz konkrete Situationen fielen mir stärker auf, Erinnerungen kamen hoch und Veränderungen im eigenen Erleben und Verhalten über die Jahre durften begrüßt und gewertschätzt werden.

Wir wuchsen in der Gruppe zusammen. Die Spiegelungen und feedbacks der Gruppenteilnehmer habe ich geliebt. Wir öffneten uns in jeder Woche mehr.

Und meine eigene Selbstwahrnehmung wurde durch den Kurs verfeinert und differenzierter.

Jeder Frau, die sich ein Stück weiter entwickeln möchte, wünsche ich eine solche Erfahrung.

Vielen Dank, Anke, dass du den Raum zu diesem Seminar vorbereitet und gehalten hast!"

Blind backen?

Das geht. Die Kinder der AG Vielfalt haben es bewiesen.

Schnell haben sich die Tandems zusammengefunden. Die Rollen wurden gewählt - jeweils ein Kind war mittels einer Augenbinde abgedunkelt. Das andere Kind fungierte als Assistent*in.

Rezept? Das Problem hat mein Milestone (Diktiergerät für Blinde) gelöst. Ich habe viele von meiner Familie aufgesprochene Rezepte. So auch das Rezept für Haferflockenplätzchen, die heute gebacken werden.

Wiegen? Das Problem löst meine sprechende Waage.

Die Kinder sind begeistert.

Nach der Hälfte der Zeit werden die Rollen getauscht. Nach einer kleinen Unsicherheitsphase geht es weiter.

Wie setzt man ohne sehen zu können die Plätzchen auf das Blech?

Die Lösung liegt hier bei den Fingern, die zur Orientierung benutzt werden müssen.

Die Kinder stellen schnell fest, dass der Teig lecker schmeckt.

Dann wird gebacken und ein wohliger Duft breitet sich in der Küche aus.

Am Ende ist alles ein wenig klebrig, doch das ist schnell beseitigt.

… und die Kekse schmecken wohl ausnehmend gut. Kein Einziger ist übrig geblieben.

Die Kinder, die assistiert haben, erzählen, dass es für sie nicht so einfach war, den nicht sehenden Kindern alle Aufgaben abzunehmen. EinJunge hat sich deutlich für seine eigene Erfahrung ausgesprochen: „Ich will das alleine machen!“

Alles in allem waren es gelungene Stunden.

 

Hier kommt das Rezept:

Haferflockenkekse

125 g Butter

100 g Zucker

1 Päckchen Vanillezucker

1 Ei

150 g Haferflocken

50 g Mehl

100g geknackte Nüsse

ein Teelöffel Backpulver

  • Butter schmelzen und mit den weiteren Zutaten in einer Schüssel mischen
  • Masse mit Löffeln in Häufchen auf ein Blech setzen und bei 175 Grad Celsius in 10 bis 15 Minuten backen

Die Plätzchen sind weich, wenn sie gerade aus dem Ofen kommen, werden aber fest, wenn sie erkalten.

Viel Spass beim Backen und Genießen!

Inklusive Bildung!

Gestern war ich in Stendal und habe das Projekt „Inklusive Bildung“ der Hochschule Magdeburg/Stendal besucht.

Wir haben uns gegenseitig unsere Arbeit vorgestellt und entdeckt, dass es möglich erscheint, zukünftig gemeinsame Projekte anzugehen.

Die Themen sind die gleichen, egal ob es die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen betrifft: Wir wollen die Augen öffnen für Diversität.

Mein Wunsch ist, dass es zukünftig kaum noch Berührungsprobleme bei der Begegnung mit einem beeinträchtigten Menschen geben wird, da eine solche normal ist. Kein Ausschluss, keine Exklusion.

Inklusion!

… Willie , die blinde Handpuppe hat mich begleitet.

Auf dem Foto ist zu sehen, wie ein schwarzblinder Teilnehmer des Projektes „Inklusive Bildung“ Willie abtastet.

Ich glaube, er und Willie hatten viel Spass dabei.

Startseite | Inklusive Bildung Sachsen-Anhalt (inklusive-bildung.org)

… und plötzlich ist alles dunkel

In der letzten Woche haben die Kinder der AG „Vielfalt“ in der Freien Schule Altmark ausprobiert, wie es sich läuft, wenn der Sehsinn nicht benutzt werden kann.

Schnell hatten sie im Bewegungsraum der Schule mit den dort vorhandenen Geräten und Holzklötzen einen kleinen Parkur aufgebaut, und dann ging es los.

Ein sehendes Kind hat immer ein „blindes“ Kind geführt.

Die Kids haben sich wirklich ganz tief in diese Erfahrung hineinbegeben, sich eingelassen und eingefühlt.

Am Ende berichteten sie von Unsicherheiten und einige auch vom Genießen und davon, wie spannend es ist, die Welt zu erobern, ohne die Augen zu benutzen.

Mir , und ich glaube der ganzen Gruppe, hat das viel Freude bereitet.

Vielen Dank für die gemeinsame Erfahrung!

Eine neue AG Vielfalt in der Freien Schule Altmark ist gestartet

In dieser Woche wollen wir mal die Blindenschrift ausprobieren. Da geht es ans Tasten, Fühlen und Schreiben. Am Ende ist das anvisierte Ziel ein selbsthergestelltes Fühlbuch, das eine eigene Geschichte erzählt. Das wird ein großes Abenteuer, auf das ich mich sehr freue.

Gefördert wird die AG Vielfalt von der Stiftung Bildung im Rahmen des Programms Chancenpatenschaften.

Die Stiftung Bildung hat mich zu einem öffentlichen Online-Gespräch unter der Überschrift „Ich. Du. Wir: Kreative inklusive Projekte in Kita und Schule“ am 23.3.2022, 16:00-17:30 Uhr eingeladen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Hier findest du, finden sie weitere Informationen. (Bitte bis zur Mitte der angezeigten Seite scrollen.)

Wie entstehe Ich im Wahrnehmen? - ein Workshop

TERMIN verschoben, neuer Termin voraussichtlich im August 2022!

2. – 3. 4. 2022 Wie entstehe Ich im Wahrnehmen?
Workshop-Seminar am ersten Aprilwochende:
Die Welt am eigenen Leib erfahren – darum geht’s!

Wir erforschen die Sinne in ihren unterschiedlichen Qualitäten. Wie entsteht mein Bezug zur Welt?
Wie färbt das Sehen meine Wirklichkeit? Wie das Tasten und die Körpereigenwahrnehmung? Und was ist eigentlich Propriozeption?
Die Körperexperimente begleiten wir mit anschaulichen theoretischen Beiträgen und gehen in die gemeinsame Reflexion der Erfahrungen.

Anke Dübler ist Sozialpädagogin und Trainerin für transkulturelles Lernen. Seit einigen Jahren ist sie blind.
Julie Pitz ist in osteopathischer Ausbildung. Seit vielen Jahren spielt sie Theater und tanzt mit dem Schwerpunkt Improvisation.
Diese Kompetenzen fließen in unserem Workshop zusammen.

Ablauf:
Samstag 2.4.2022
9:00 – 13:00 Körperwahrnehmung wecken und schärfen
14:00 – 17:00 kulturelle Bedeutung der Sinne
Sonntag 3.4.2022
10:00 – 13:00 Sehen und Fühlen – Tasten und Propriozeption
14:00 – 17:00 geteilte Eindrücke und Gemeinschaft

Ort: Atelier in Köln-Mülheim, Vincenzstr. 25, 51065
Teilnehmerzahl: 10 – 15
Kosten: 85 – 255 Euro für die gesamten zwei Tage nach solidarischem Prinzip
Fragen und verbindliche Anmeldung an
juliepitz(at)posteo.de

Wir freuen uns auf euch!

Workshop zum Thema Schönheit

Was heißt hier schön?

Am vergangenen Wochenende war ich im Werkhaus Potsdam und habe gemeinsam mit Maike, einer Trainerkollegin einen Workshop zum Thema „Was heißt denn hier schön?“ gehalten.

Mit einer kleinen Gruppe an Frauen sind wir in das Thema Schönheit, die uns umgibt und täglich begleitet, eingetaucht. Die Teilnehmerinnen haben sich ganz individuell diesem Thema genähert, und ich glaube, in diesem lebendigen Austausch haben wir alle viel wahrgenommen. Jede von uns hat Schönheit neu erfahren und in der Tiefe gegraben. Von uns gegebene Anregungen und die Möglichkeiten, sich dem Thema auf ganz neue Art und Weise zu nähern, hat allen viel Freude bereitet. Wir haben Farben erspürt, Oberflächen ertastet und im Hauptteil hat jede ihr Bild zum Thema gestaltet und bemalt. Wir sind dabei uns selbst begegnet. Für mich war das Seminar wunderbar erkenntnisreich. In meiner Küche hängt jetzt ein schönes Bild mit einer hinein gemalten ganz persönlichen Geschichte, und ich hatte tatsächlich viel Freude beim Anleiten einer solchen Veranstaltung.

Ich fühle mich beschenkt und danke hier nochmal allen, die dabei waren.

Wunderschön und impulsiv.

Danke sagt Anke

Erster Besuch einer Lerngruppe der Stiftung HERZkraftwerk

Vor kurzem waren Willie und ich auf Reisen. Wir haben in Zwickau einen Lernort besucht.

Dort ist eine kleine Gruppe Kinder im Alter von 1,5 bis 14 Jahren jeden Tag mit zwei bis drei erwachsenen Begleiterinnen damit beschäftigt, die Welt um sie her zu erforschen und zu erobern.

Die Atmosphäre dort, habe ich als sehr entspannt wahrgenommen. Kinder und Erwachsene sind wertschätzend und freundlich miteinander umgegangen. Mich hat erstaunt, dass ungefähr zwei Drittel der Gruppe Jungen waren. Mein Angebot ist eher eines, bei dem die Kinder sitzen und miteinander reden, sich austauschen. Trotz des Bewegungsbedarfs, der ab und zu spürbar war, waren alle mit dabei.

Diejenigen, die an einem Teil des Angebots nicht teilnehmen wollten, haben sich an den Rand der Gruppe begeben, dort bereitgestelltes Material oder Spiele genommen und sich leise damit beschäftigt. So waren sie hörend einfach mit dabei.

Die Kinder und Erwachsenen hatten viele Fragen an Willie und mich.

Wir haben einen kleinen Einblick gegeben in die Welt der blinden und stark sehbeeinträchtigten Menschen, haben die gemeinsame Zeit genossen und viel Freude gehabt.

Für mich war es sehr spannend, wahrzunehmen, wie die älteren Kinder zu Impulsgeber*innen und Vorbildern werden und das nicht nur bei den rückmeldenden Auswertungsgesprächen. Das fand ich persönlich sehr beeindruckend.

Im Januar kommenden Jahres ist ein neuerliches Treffen geplant. Die Kids können dann mit mir in die Dunkelheit eintauchen und dann wollen wir eine gemeinsame Aktion - ich verrate noch nicht welche - durchführen.

Ich bin schon sehr gespannt.

Hier findest Du mehr Informationen zur Stiftung HERZkraftwerk.

Obstsalat und Backen in der AG "Vielfalt"

Heute war die AG "Vielfalt" in der Küche. Mit abgedunkelten Augen wurden Plätzchen gebacken und ein Obstsalat geschnippelt. Jedes "blinde" Kind hatte sehende Begleitung als "Sicherheitsseil" dabei. 

Es ist ein spannendes Erleben, wenn der Wahrnehmungsfokus ausschließlich auf das Tasten mit den Händen liegt. Hier habe ich dies mit praktischer Küchentätigkeit verknüpft.

Wir hatten dabei viel Spaß und natürlich was Leckeres für das anschließende gemeinsame Essen.

... und na klar, Willie war natürlich auch dabei - allerdings erst beim Essen.

Online Kurs - Selbstwahrnehmung für Frauen

Am 24. Februar 2022, 18 Uhr beginnt ein neuer Online-Kurs "Selbstwahrnehmung für Frauen" mit dem Vorab-Kennenlerntreffen.

Mehr Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung

AG "Vielfalt" in der Freien Schule Altmark

Heute waren Willie und ich in der Freien Schule Altmark und haben den Kindern die Arbeitsgemeinschaft "Vielfalt" vorgestellt. Am 8.10.2021 wird der erste Kurs beginnen.

Inhaltlich geht es darum, das Leben mit Handicap vielseitig, kindgerecht und authentisch zu thematisieren. Alle Sind Anders - jede und jeder auf seine oder ihe Weise, und doch zusammengehörig als Menschenfamilie, jede und jeder ausgestattet mit Würde und Rechten, mit Bedürfnissen, Gefühlen, Gedanke, mit Wünschen und Sorgen, soweit das Credo dieser AG.

Gefördert wird dieses Projekt von der Stiftung Bildung.